NEOS zu EU-Gipfel:

Dürfen Europa nicht den Zukunftsvergessenen überlassen

19. June 2020
Claudia Gamon: „Wir sollten uns für ein starkes Europa einsetzen, denn das ist alles, was wir haben.“

Wien (OTS) - „Die Europäische Union will einen Plan aufsetzen, der garantieren soll, dass die nächste Generation in der Union eine Zukunft hat - eine Zukunft in einem gemeinsamen Europa. Ein Plan, der garantieren soll, dass die europäische Wirtschaft nicht nur überlebensfähig durch die Krise kommt, sondern auch danach widerstandsfähig und zukunftsfähig sein wird“, sagt NEOS-EU-Abgeordnete Claudia Gamon, nachdem der heutige EU-Gipfel ergebnis- und kompromisslos zu Ende gegangen ist.

„Und trotzdem gibt es Länder, die wieder und wieder einen gemeinsamen Weg aus der Krise blockieren: die ,Geizigen Vier‘, ein Verein von Zukunftsvergessenen, in dem auch Österreich Mitglied ist und darauf auch noch stolz ist. Wie man darauf stolz sein kann, ist mir überhaupt nicht verständlich.“ Was hier seit Wochen passiere, sei „die totale Weigerung, sich mit der Größenordnung des Problems auseinanderzusetzen. Es ist die intellektuelle Weigerung, sich damit auseinanderzusetzen, welche Maßnahmen wirklich notwendig sind.“

Solidarität und Zusammenarbeit hat Europa stark gemacht

„Der Erfolg in Europa“, erinnert Gamon, „kommt von der Gemeinsamkeit und der Zusammenarbeit – und wir sind drauf und dran das alles zu riskieren. Wir riskieren die Grundlage, auf der unser Wohlstand aufbaut. Wir riskieren mit dieser destruktiven Haltung, die Österreich an den Tag legt, alles.“

Man dürfe hier keine Zeit mehr verlieren – eine europäische Lösung müsse nun endlich gefunden werden. Gamon hofft auf eine Übereinstimmung noch vor dem Sommer: „Diese Solidarität, um die es jetzt hier geht, dass man bereit ist, in die Vorlage zu gehen, in die Zukunft zu investieren, zugunsten eines nachhaltigeren, eines digitaleren Europas der Zukunft, ist meiner Meinung nach nicht nur eine moralische Verantwortung, sondern es ist auch eine Verantwortung gegenüber der österreichischen Wirtschaft. Es ist eine Verantwortung gegenüber den österreichischen Bürgerinnen und Bürgern, die nur in einem gemeinsamen, starken Europa eine Zukunft haben werden. Alles andere ist Zukunftsvergessenheit, es ist beschämend. Wir sollten uns für ein starkes Europa einsetzen, denn das ist alles, was wir haben.“