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Unternehmerinnen – es ist Zeit, etwas zu unternehmen!

Vor kurzem wurden die aktuellen Arbeitslosenzahlen in Österreich an die Öffentlichkeit kommuniziert. Die Zahlen sind erschreckend und gleichzeitig alarmierend: inklusive der AMS-Schulungsteilnehmer_innen sind insgesamt 472.539Personen arbeitslos vorgemerkt, davon sind knapp ein Drittel Frauen (weiterführende Infos hier). Hierbei muss allerdings angemerkt werden, dass dies nicht das gesamte Ausmaß arbeitsloser Österreicher_innen anzeigt: nicht miteingerechnet werden zum Beispiel karenzierte Personen und Pensionsvorschussbezieher_innen. Es ist davon auszugehen, dass eine große Anzahl an Frauen erst gar nicht in der Arbeitslosenstatistik erfasst werden (Einkommen des Mannes ist zu hoch, sodass der Anspruch auf Notstandshilfe entfällt, …).

Es gilt: Wir müssen alle gemeinsam dagegen etwas unternehmen! Was können wir tun? Welche Maßnahmen können wir setzen?

Ein zentrales Ziel meiner politischen Arbeit ist die Chancengerechtigkeit! Von 476.900 selbständig Erwerbstätigen sind lediglich 167.900 Frauen (Jahresdurchschnitt 2013), diese Zahlen zeigen uns auch: es liegt viel an unternehmerischen Potential brach, Potential das zu mehr Wachstum und infolge dessen zu mehr Jobs in Österreich und der EU beitragen kann.

Die öffentlichen Debatten rund um Gleichberechtigung, Gleichbehandlung, Quotenregelung und vieles mehr, haben dazu geführt, dass sich die Situation der Frau in der Berufswelt verbessert hat. Jedoch sind es immer noch Männer die die Spitzenpositionen für sich beanspruchen und das Bild der Selbstständigkeit prägen. Von den oben erwähnten gesamten Erwerbstätigen sind immerhin 309.000 Männer, da stellt sich die Frage: was können nun die selbstständigen Männer besser als die Frauen? Ich weiß es nicht, und es macht aus meiner Sicht wenig Sinn nach „besser und schlechter“ zu unterteilen, aber es macht in jedem Fall Sinn: Gründe zu suchen, warum Frauen als Unternehmerinnen unterrepräsentiert sind.

Meine Antwort darauf ist die „Chancengerechtigkeit“: die Rahmenbedingungen für Frauen müssen klar verbessert werden, sich auf die Suche nach DEM Allerheilmittel zu begeben ist verlorene Liebesmühe. Vielmehr müssen wir früh mit der Aufklärungsarbeit beginnen. Historisch gewachsene Traumberufe von jungen Menschen wie zb. Polizist_innen, Lehrer_innen, Ärzt_innen, etc. sollen erweitert werden: zeigen wir den Jungen die Vorzüge der Selbstständigkeit auf. Motivieren wir sie, sich in alle Richtungen der Berufswelt zu orientieren und nehmen wir ihre Ideen und kreativen Ansätze ernst. Erfüllen wir unsere Vorbildfunktion und wirken wir der traditionellen Geschlechterverteilung im Beruf entgegen.

Eine weitere Chance zur Teilhabe ist die uns in Kürze bevorstehende Wirtschaftskammer-Wahl. Im Zeitraum zwischen 23. und 26. Februar haben alle in ganz Österreich die Möglichkeit ihre Stimme abzugeben. Durchschnittlich nehmen nur rund 41% ihre Chance etwas zu verändern wahr. Wer  verhindert ist, kann seine / ihre Stimme auch via Wahlkarte geltend machen.

Weiterführende Informationen zu den Wahllokalen sind hier zu finden:  http://unos.eu/wahllokale/.