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Treffen mit Helen Zille, Premierministerin der Provinz Westkap (Südafrika)

Friedrich Naumann Stiftung verleiht Friedenspreis an Präsidentin der Demokratischen Allianz

Es war ein Abend mit einer unglaublichen politischen Persönlichkeit!

Letzte Woche hatte ich die große Ehre mit der Präsidentin der Demokratischen Allianz (DA) und Premierministerin der Provinz Westkap (Republik Südafrika) Helen Zille an einer Diskussion teilzunehmen. Das Thema der Veranstaltung war „Südafrikas schmaler Grad zwischen liberalen Prinzipien und Linkspopulismus“.

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© FNF Europe

Der Grund für ihre Europareise war ihre Auszeichnung mit dem Friedenspreis, der ihr von der Friedrich Naumann Stiftung für die Freiheit am 7. November 2014 verliehen wurde. Dass Frau Zille eine Person ist, die diese Auszeichnung verdient, hat sie mit ihrer Präsentation der Situation in Südafrika und ihren Visionen für ein Land, dass sich mit vielen Herausforderungen konfrontiert sieht, beeindruckend dargelegt.

Aber so unterschiedlich Südafrika und Österreich auf den ersten Blick auch sein mögen, so gibt es doch überraschende Parallelen mit denen liberale Politiker_innen zu kämpfen haben. So begegnet die südafrikanische Gesellschaft – wie die österreichische – dem Begriff des „Liberalismus“ mit Misstrauen. Aus diesem Grund spricht die Premierministerin auch immer von einer „offenen Gesellschaft der Chancen„, denn darum geht es in einer liberalen Politik: Um eine offene Gesellschaft, die den Menschen die Chance bietet, ihr Leben frei und nach eigenen Vorstellungen zu gestalten.

Dem kann ich mich nur anschließen, denn das ist der Kern einer liberalen Grundhaltung. Eine offene Gesellschaft, die dem einzelnen Menschen den Rahmen für ein erfolgreiches Leben, nach eigenen persönlichen Maßstäben ermöglichen soll, ohne auf jene zu vergessen, die die Hilfe und Solidarität der Gemeinschaft benötigen.

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© FNF Europe

Die Demokratische Allianz sieht eine prosperierende Zukunft von Südafrika auf drei Werten basierend : Optimismus, Problemlösung und Freiheit. Das ist das Rezept, das Westkap, dessen Premierministerin Helen Zille seit 2009 ist, zur wirtschaftlich und infrastrukturell erfolgreichsten Provinz des Landes machte. Das Land hat eine mehr als bewegte Vergangenheit hinter sich und viele Herausforderungen vor sich. Es ist aber ein Land mit berechtigt guten Aussichten für die Zukunft. Eine Wandel vom Apartheid-Regime zu einer Demokratie ist eine sehr steile Vorlage und wie Premierministerin Zille richtig unterstrichen hat, besteht Demokratie nicht aus Wahlen, sondern aus Wahlen, die eine Veränderung des politischen Systems herbeiführen können.

Es war ein Abend, der tiefen Eindruck bei mir und vielen anderen hinterließ, gekennzeichnet durch eine große Frau und erfahrene Politikerin, die man mit einem Begriff umschreiben kann, der hundertprozentig passt: MUT.

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