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#KuessenimPrueckel: „Ein Kuss sagt mehr als 1000 Worte“

Die Frage, die mir seit vergangenem Freitag oft gestellt wurde: Wieso bist du als Rednerin bei der Kundgebung vor dem Café Prückel aufgetreten?

Diese ist ganz einfach zu beantworten: Ich werde stets meine Stimme erheben, wenn es sich um Diskriminierung auf Grund der Hautfarbe, des Geschlechtes, der sexuellen Orientierung, Herkunft, sozialer Herkunft, der Sprache oder der Religion handelt.

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© Julian Pöschl

Auch wurde mir vorgeworfen der Ausdruck „Homophobie“ in diesem Zusammenhang wäre wohl etwas hart gewählt. Ernsthaft? An meine Kritiker_innen: Welchen Ausdruck für einen Rauswurf auf Grund eines Kusses eines gleichgeschlechtlichen Paares wäre hier sinnvoller gewählt? Laut dem Duden ist jemand homophob der eine „starke (krankhafte) Abneigung gegen Homosexualität“ hat. Meiner Ansicht nach, war der Rauswurf aus dem Café Prückel ein Ausdruck dessen, ein Rauswurf auf Grund der „Zurschaustellung von Andersartigkeit“, wie es die Prückel-Inhaberin sagte.

© Julian Pöschl
© Julian Pöschl

Konkret geht es mir aber sicher nicht darum, das geschichtsträchtige Wiener Kaffeehaus Prückel an den Pranger zu stellen, mir geht es vor allem darum Diskriminierung aufzuzeigen und dagegen entschieden meine Stimme zu erheben. Wien als Weltstadt soll sich durch ein freundliches Miteinander, durch eine Kultur der Vielfalt, durch eine Stadt die für jedes Lebenskonzept Platz hat auszeichnen und Toleranz leben.

Ich als Kärntner Slowenin bin auf Grund meiner Sprache in meiner Kindheit und mein ganzes Leben einerseits gemieden und andererseits, auf schmerzvollere Art, mit Ablehnung und Hass „gestraft“ worden. Es ist nicht einfach dies zu verarbeiten, und ich habe als Mensch und auch als Politikerin mir persönlichen zum Ziel gesetzt, den Schwächeren unserer Gesellschaft meine Stimme zu borgen um gegen Diskriminierung aufzutreten, sodass das Unsichtbare sichtbar wird!

„Ein Kuss sagt mehr als 1000 Worte“ und ist vor allem ein Zeichen der Zuneigung, zwei Menschen haben sich gern: und dies muss man auch öffentlich zeigen dürfen!

© Julian Pöschl
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