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Gender Equality in Europe – ein Schwerpunktthema in der neuen Legislaturperiode

Hochrangige Konferenz in Wien am 30.10.2014

Diesen Donnerstag haben wir NEOS gemeinsam mit der ALDE (Allianz der Liberalen und Demokraten für Europa) zu einer Konferenz mit dem Titel „Raising awareness of gender equality across Europe“ in Wien geladen.

Ganz besonders hat es mich gefreut, dass neben Vertreter_innen vieler europäischer liberaler Parteien und österreichischen Expert_innen, auch die designierte Kommissarin für Justiz, Konsumentenschutz und Gender Equality, Vera Jourová, gekommen ist, um über ihre Ziele und die Herausforderungen in den nächsten fünf Jahren zu sprechen.

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Ziel der Veranstaltung war es, den Mangel an Chancengleichheit zwischen Frauen und Männern zu thematisieren und Ideen zur Stärkung der Gleichberechtigung der Geschlechter auszutauschen. Obwohl in den letzten Jahren schon viel für die Gleichberechtigung und Gleichbehandlung der Frauen in Europa geschehen ist, so ist das Ziel noch lange nicht erreicht. Beispielsweise ist die Armutsrate bei Frauen bedeutend höher als bei Männern, und Frauen sind im politischen Prozess sowie in Führungspositionen in Unternehmen deutlich unterrepräsentiert. Hier müssen wir alle noch viel Arbeit leisten – immerhin geht die Gleichbehandlung zwischen Frau und Mann nicht zuletzt auch Hand in Hand mit einem nachhaltigen Wachstum und neuen Beschäftigungsmöglichkeiten einher.

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Ursprünglich war die Konferenz in Barcelona geplant, wurde jedoch aufgrund der herausragenden Arbeit des NEOS Lab zu Geschlechterdemokratisierung nach Wien verlegt. Generell hat NEOS als liberale Bürger_innenbewegung den Anspruch, die politische Beteiligung zu erleichtern, insbesondere für Frauen. Nicht zuletzt dafür arbeite ich auch als Europaabgeordnete und Mitglied des Ausschusses für die Rechte der Frau und Gleichstellung der Geschlechter, kurz FEMM.

Am Programm standen zwei hochkarätige Podiumsdiskussionen. Die designierte Kommissarin Vera Jourová, die Präsidentin des „ALDE Party Gender Equality NetworkFlo Clucas, die ALDE-Europaabgeordnete Catherine Bearder, die Direktorin für Gender Mainstreaming im österreichischen Verteidigungsministerium Silvia Moosmaier und Armelle Loghmanian, die Präsidentin von „Professional Women International“ tauschten sich über die Frage aus, wie wir „Gender Equality“ in Europa verstärken können.

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Bei der zweiten Diskussion ging es um die Frage, wie es um die Geschlechtergerechtigkeit innerhalb der liberalen Parteien in Europa bestellt ist. Dazu präsentierte der Direktor des NEOS Lab Josef Lentsch zunächst die Ergebnisse der Gender Studie des Labs. Im Anschluss wurden diese von der Expertin Prof. Dr. Melanie Sully, der ALDE-Vizepräsidentin Lousewies van der Laan und Anna Junger-Nordgren, ihrerseits Vizepräsidentin der finnischen Partei Svenska Kvinnoförbundet, analysiert. Moderiert wurde das Panel gekonnt von der freien Journalistin und Autorin Sibylle Hamann.

Am Ende des Tages definierte jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer in einem Workshop ihren oder seinen ganz persönlichen Beitrag, um das gemeinsame Ziel der Gleichstellung der Geschlechter voranzutreiben: Ich möchte Möglichkeiten schaffen, um Frauen dazu zu ermutigen, Unternehmerinnen zu werden. Dazu gehören zum Beispiel Maßnahmen, um weibliche Role-Models zu schaffen sowie auch das NEOS-Promotorinnenprogramm, welches weibliche Nachwuchskräfte demnächst gezielt unterstützen wird.

Letztendlich müssen wir alle daran arbeiten, die alten Rollenbilder und Strukturen aufzubrechen sowie täglich dafür kämpfen, die Kluft zwischen Frauen und Männern zu schließen und damit „Gender Equality“ endlich Wirklichkeit werden zu lassen.

Damit sollten wir schon heute beginnen – frei nach dem Zitat von Mary Wollstonecraft: „The beginning is always today.“

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