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EU-Luft schnuppern – Jugendliche entdecken Europa

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Unter dem Titel „EU-Schnuppern“ habe ich gemeinsam mit den zwei Abgeordneten Sophie in’t Veld und Catherine Bearder vor einigen Wochen ein Projekt ins Leben gerufen, das jungen Menschen ermöglicht, eine Woche lang nach Brüssel zu kommen und die EU hautnah zu erleben. Dieses Programm richtet sich vor allem an junge Mädchen und Jungen, denen die Möglichkeit, die EU kennenzulernen, unter normalen Umständen nicht gegeben wird. Dieses Projekt hat in meiner liberalen Fraktion großen Anklang gefunden und nach wochenlanger Planung, ist es nächste Woche nun endlich soweit: 20 junge Menschen aus 10 verschiedenen Ländern kommen eine Woche in Brüssel zusammen und werden die EU mit all ihren unterschiedlichen Facetten kennenlernen.

Alle teilnehmenden Abgeordneten konnten jeweils zwei junge Besucher_innen für die EU-Schnupper-Reise auswählen. Ich habe über den „Verein Freiraum“, ein Verein der besonders Mädchen und Frauen mit Migrationshintergrund unterstützt, zwei junge Frauen aus der Steiermark gefunden, die an solch einem Besuch besonderes Interesse hatten. Sie werden gemeinsam mit Teilnehmer_innen aus Belgien, Niederlande, Spanien, England und vielen anderen Nationen eine Woche in Brüssel verbringen und dabei die europäischen Institutionen und ihre Funktionsweise von innen kennenlernen.

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Diese Woche steht unter dem Motto „Connecting each other“ und bringt den jungen Besucher_innen die EU vor allem unter dem Aspekt des Internets und der digitalen Verknüpfung näher. Auf dem Programm steht eine Bandbreite an verschiedenen informativen Besuchen, Gesprächen und Veranstaltungen. Neben einer Führung durch das Parlament, dem Austausch mit Abgeordneten, dem Besuch des Ausschusses für Bürgerliche Freiheiten und des Plenums ist auch ein Besuch bei der Europäischen Kommission, dem European Youth Forum und Google geplant. Doch nicht nur die EU und ihre Institutionen stehen im Mittelpunkt dieser Woche, sondern auch der kulturelle Austausch – „Connecting each other“ bedeutet auch, dass eine Gruppe junger Menschen aus unterschiedlichen Kulturen mit unterschiedlicher Herkunft aufeinander treffen und voneinander lernen und Erfahrungen austauschen können. Eine Plattform für diesen Austausch stellt Facebook dar – auf einer gemeinsamen Seite werden die jungen Menschen mit Hilfe von Posts, Fotos und Videos von ihrem Besuch berichten, miteinander in Kontakt bleiben und ihre Erfahrungen an ihr eigenes Netzwerk weitergeben.

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Durch dieses Projekt erhoffe ich mir, die EU und die Möglichkeiten die sie bietet, in die Köpfe und Herzen einer Gruppe von jungen Menschen zu bringen, denen diese Sichtweise normalerweise verborgen geblieben wäre. Ich hoffe, dass sie die Erfahrungen, die sie in dieser Woche machen werden, mit nach Hause nehmen und weitergeben und so die EU ein Stück weit näher an ihre Bürger_innen gebracht wird. Aber am meisten erhoffe ich mir, dass diese Woche dazu beitragen wird, dass die Jungen und Mädchen internationale Freundschaften schließen und Erfahrungen machen, die sie ein Leben lang begleiten werden.

Für alle, die nun neugierig geworden sind, und die Brüssel-Reise der jungen Besucher_innen nächste Woche mitverfolgen möchten, können das auf der „EU-Week 2015“ tun. Außerdem werde ich aktuell auf meiner Twitter und Facebook Seite berichten.