« Zurück zur Übersicht

Chancengerechtigkeit als Forderung am Internationalen Frauentag

Chancengerechtigkeit ist für mich nicht nur ein Schlagwort! Die Forderung nach Chancengerechtigkeit ist für mich Kernpunkt meiner politischen Arbeit. (Allen, die nicht weiterlesen wollen, empfehle ich dieses Video)

Wir kennen alle die Probleme mit denen Frauen vor allem in der Arbeitswelt nach wie vor zu kämpfen haben: die Vereinbarkeit von Familie & Arbeit und die Benachteiligung am Arbeitsplatz – die sich vor allem durch die ungerechte Entlohnung gleichwertiger Arbeit und auf Grund männlich dominierter Führungspositionen äußert.

Vieles hat sich mittlerweile gebessert, aber welche Mittel & Wege können diese historisch gewachsenen Geschlechterrollen endgültig brechen? Auf politischer Ebene, ist der Frauenanteil in nationalen Regierungen der EU-Staaten lediglich um einen Prozentpunkt gestiegen (von 27 auf 28 Prozent). Auch im Europäischen Parlament ist der Frauenanteil um 1% gestiegen (von 36 auf 37 Prozent), daher 276 der 751 Abgeordneten sind Frauen.

Es muss uns einerseits bewusst sein, dass wir hier ein unglaubliches unternehmerisches Potential nicht nutzen, Frauen als Unternehmerinnen können zu einem enormen Wachstum und zu mehr Jobs beitragen! Andererseits müssen wir früh ansetzen, Mädchen in jungen Jahren auch für „frauenuntypische Berufe“ zu motivieren und sie dazu ermutigen ihre Berufswahl auf Grund von Fähigkeit, Interessen und Leidenschaft auszusuchen. Ihnen schon früh aufzeigen, dass festgefahrene Rollbilder durchbrochen werden müssen.

Wir müssen Rahmenbedingungen schaffen, wo erstens nicht mehr nur die Frau alleine die Verantwortung für die Familie übernimmt (Väterkarenz ausbauen), zweitens müssen weitaus mehr, flexiblere & qualitativ hochwertige Kinderbetreuungsplätze angeboten werden, drittens die Forderung nach gerecht verteiltem Einkommen immer und immer wieder einfordern und viertens Frauenkarriereförderungsprogramme ausweiten.

Zusammengefasst kann man sagen, dass es zwei große ToDos gibt um die Situation von Frauen in der Arbeitswelt nachhaltig und langfristig zu verbessern: einerseits einen gangbaren und gerechten Weg für die Vereinbarkeit von Familie & Beruf zu finden und andererseits die Investition in Bildung und Ausbildung!

Das Argument, dass ohnehin schon alles viel besser geworden ist und man nur ein wenig warten muss, bis sich alles „eingespielt hat“ und in den „Köpfen angekommen“ ist, lasse ich nicht gelten: bis zu dem Tag, an dem es nicht mehr notwendig sein wird den 8. März als internationalen Frauentag zu begehen, werde ich meine Stimme für all jene Frauen erheben, die mit geschlechterspezifischer Diskriminierung und Benachteiligung zu kämpfen haben. Und ich werde mich als Politikerin und als Frau dafür einsetzen, diese einzudämmen und aktiv dafür kämpfen Ungleichheiten in der Arbeitswelt zwischen den Geschlechtern anzusprechen und Lösungsansätze zu finden!

Wisst ihr eigentlich, dass es einen Internationalen Männertag gibt? Dieser wird am 19. November begangen und dient – nicht etwa als Konkurrenz zum internationalen Frauentag – sondern dazu den Fokus auf Männer- und Jungen-Gesundheit zu legen, das Verhältnis der Geschlechter zu verbessern, die Gleichberechtigung der Geschlechter zu fördern und männliche Vorbilder hervorzuheben (weitere Informationen dazu auch auf Wikipedia unter: http://de.wikipedia.org/wiki/Internationaler_Männertag zu finden).

Ist es denn nicht viel sinnvoller, man konzentriert sich darauf Mensch zu sein und feiert einen gemeinsamen Tag? Ein Tag, an dem hervorgehoben wird, dass Frauen und Männer gleichberechtigt und mit denselben Chancen und gleichen Möglichkeiten ihr Leben frei und eigenverantwortlich in einem angenehmen und wertschätzenden Miteinander gestalten können?